Jekyll & Hyde (Tour), 09.03.2011, 19.30 Uhr - Teo Otto Theater Remscheid

 

In Jedem von uns gibt es zwei Seiten...

 

Dieses Musical versetzt mich immer wieder in Erstaunen.

Zum Einen in Erstaunen darüber, wie viele Lieder es enthält, die ich wunderschön finde, aber irgendwie nie mit Jekyll & Hyde in Verbindung bringe, wenn ich sie an anderer Stelle höre.

 

Zum Anderen, wie dieses Stück jedes Mal anders in Szene gesetzt wird.

War es zu Kölner J & H-Zeiten ein klassisches Bühnenbild, in dem die Räumlichkeiten gut zu definieren waren, gefiel es dem Regisseur 2008 in Bad Hersfeld, seine Künstler auf Baugerüsten herum klettern zu lassen. Den Titel ‘Die Welt ist völlig irr’ ließ er völlig weg und sein Mr. Hyde war kein zotteliges Monster, sondern trug die gleiche gepflegte Kurzhaarfrisur wie dessen anderes Ich, Dr. Jekyll. (Den passenden Kopf zu dieser Frisur stellte dabei in ansehnlicher Weise übrigens Jan Ammann zur Verfügung.)

 

Und als Letztes überrascht mich immer, auf wie viele Arten (und mit wie vielen Facetten) Edward Hyde doch losgeschickt wird, um seinen Opfern den Garaus zu machen.

 

Was mich hingegen eigentlich gar nicht erstaunte, war die Tatsache, dass mich im Foyer des Theaters ein Schild empfing, welches verkündete, dass an diesem Abend Chris Goetten in den Titelrollen zu sehen sein würde.

Eigentlich hatte ich ja darauf gehofft, endlich einmal Yngve Gasoy-Romdal zu sehen, da ich ihn schon in Köln verpasst hatte, aber heute und hier sollte daraus wohl nichts werden.

Also sah ich sofort das Positive in dieser unabänderlichen Tatsache und freute mich darauf, mit Chris Goetten jemanden zu erleben, den ich bisher noch nicht kannte.

 

Der gut gefüllte Theatersaal spiegelte genau das Bild wieder, das man immer wieder in Stadttheatern sehen kann, wenn sich ein Musical dorthin verirrt: Überwiegend älteres Publikum, nicht unbedingt die Musical-Freaks (die natürlich, wenn auch in der Minderheit, ebenfalls da waren), sondern eher die Sorte: “Wir haben ein Abo und heute Abend steht halt Jekyll & Hyde auf dem Programm - also sind wir da.” Das tat der Atmosphäre auch absolut keinen Abbruch und da ich ohnehin kein Freund von Kreischorgien bin, empfand ich den wohltemperierten Beifall während des Stücks als absolut wohltuend. (Nichtsdestotrotz stand der Saal am Ende geschlossen auf, um den Darstellern den verdienten Beifall zu zollen.)

 

Und auch Patrick Stanke dürfte es gefreut haben, dass die Musical-Insider in der Minderheit waren, konnte er so doch seine Pausen-Brezel in Ruhe zu sich nehmen, ohne erkannt (und vor allem: ohne angesprochen) zu werden.

Nicht auszudenken, wenn ihn auf einmal eine “Musical Tenors-Fan-Fraktion” entdeckt hätte...

 

Das Stück begann, wie eigentlich immer, mit dem Tod von Dr. Jekylls Vater, der ja in gewisser Weise auch die Grundlage für das ganze Stück ist.

Glaubt Dr. Jekyll doch fest daran, ein Mittel entwickelt zu haben, dass das Böse im Menschen vom Guten trennen kann und das seinem Vater den Tod in geistiger Umnachtung erspart hätte.

 

Chris Goettens Stimme bei ‘Ich muss erfahr’n’ fand ich recht angenehm, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu hell für diese Rolle.

 

Seinen Kampf mit dem Gremium des St.-Jude-Hospitals (bestehend aus Adel, Kirche und Militär) und sein Unverständnis über das abweisend-herablassende “Nein” zu seinem Antrag, dass von ihm gefundene Medikament an Menschen ausprobieren zu dürfen, stellte er glaubhaft dar.

Irgendwie ließ er da schon ahnen, dass er sich mit diesem Urteil nie und nimmer zufrieden geben würde.

 

Leider gefiel mir ‘Dies ist die Stunde’, eigentlich ja DAS Stück des Dr. Jekyll und obendrein noch wahnsinnig schön, von ihm nicht so wirklich. Erschwerend kam hinzu, dass das Orchester (ohnehin den ganzen Abend reichlich laut) irgendwie gegen und nicht mit seinem Gesang zu spielen schien. So hörte sich der Song die ganze Zeit über etwas disharmonisch an. Schade.

 

Aber wie gut, dass es noch den bösen Mr. Hyde gab.

Kaum war Chris Goetten nämlich in dessen Haut (oder besser gesagt: in einen weiten, schäbigen Mantel) geschlüpft, veränderte er sich komplett. Nicht nur, dass ihm das bisher streng nach hinten gekämmte Haar jetzt wirr ins Gesicht hing, nein, auch seine Stimme wurde dunkler, rauer und (in meinen Ohren) besser.

Kurz gesagt: Ihm stand das Irre in jeder Hinsicht gut. Was so ein Gläschen JH7 nicht alles bewirkt...

 

Um seine Wirkung auf andere Menschen zu testen, zieht Hyde los und trifft als erstes auf die Prostituierte Lucy.

Die junge Frau wird von ihm derart malträtiert, dass sie am nächsten Tag die Praxis von Dr. Jekyll, zu dem sie sich seit ihrer ersten Begegnung auf dessen Junggesellenabschied hingezogen fühlt, aufsucht, um ihre Wunden behandeln zu lassen.

Der Arzt ist entsetzt, als er erkennt, dass im Grunde er es war, der sie so zugerichtet hat.

 

Nichtsdestotrotz zieht es Edward Hyde am Abend erneut in die dunklen Straßen Londons und wie von selbst findet er sich in der “Roten Ratte” wieder.

 

Der Bischof von Basingstoke (diesmal nicht mit pädophilen Neigungen) findet hier Gefallen an diversen Fesselspielchen. Dass er zu diesem Zweck an eine Art Kreuz gekettet ist, scheint dabei sehr passend. Mit verbundenen Augen wartet er auf die Dinge, die da kommen sollten, doch leider platzt Hyde in die bizarre Szene.

Nellie, die gerade dabei ist, des Bischofs Wünsche zu erfüllen, wird mit einem gekonnten Messerwurf niedergestreckt. Mit dem selben Messer sticht Hyde anschließend auf den (schein)heiligen Mann ein, übergießt ihn mit Alkohol und steckt ihn kurzerhand in Brand.

 

(Und es war wohl nur dem Ende des ersten Aktes geschuldet, dass bei dem Tod des Bischofs besonders laut applaudiert wurde.)

 

Zu Beginn des zweiten Teils ängstigt sich das Volk, angestachelt von den reißerischen Worten eines Zeitungsjungen, noch über den ‘Mörder, Mörder’, als dieser längst wieder unter ihnen weilt.

 

Sein nächstes Opfer, General Glossop, geradewegs von Basingstokes Beerdigung kommend, sollte schon bald ein besonders unschönes Ende nehmen.

 

Sein forsches “Sie können mir nicht drohen! Ich bin ein General!” als er auf Hyde trifft, wirken fast schon rührend angesichts dessen, was der mit ihm vorhat.

 

Zunächst streckt ein Schlag mit einem Spatenstiel den stolzen General nieder. Triumphierend stellt Hyde einen Fuß auf sein Opfer und rammt ihm mit allergrößter Genugtuung den Spaten ins Genick, um nur wenig später stolz dessen (zum Glück: Gummi)Kopf in die zu Höhe zu halten.

 

Und wieder heißt es noch ‘Mörder, Mörder’, da wird die versnobte Lady Beaconsfield auch schon in bewährter Weise mit ihrer eigener Halskette gemeuchelt.

 

Und ich weiß nicht, ob ich das richtig gesehen/gedeutet habe, aber es sah so aus, als würde sie von Hyde aufgeschlitzt und der Unterschicht Londons “zum Ausnehmen” vorgeworfen. Die zerlumpten Gestalten fielen über sie her und beförderten jede Menge Klunker aus ihrem Körper ans Tageslicht. Das war ja mal was ganz Neues.

 

Lord Savage, der feige die Stadt verlassen will, ereilt sein Schicksal (wie immer) an der Bahnsteinkante, von der er "versehentlich" von Hyde vor den einfahrenden Zug gestoßen wird.

 

Und obwohl er nun alle seine Widersacher zur Strecke gebracht hat, ist die schiere Lust am morden in ihm immer noch groß. So reißt er ein Baby aus dem Kinderwagen, rennt mit ihm auf eine Brücke und lässt es nach unten fallen.

Einem Pressefotografen wird kurzerhand das Herz aus dem Leib geschnitten und mit den Worten: “Da sage nochmal Einer, die Presse hätte kein Herz” verächtlich weggeworfen.

Zwei Szenen, die ich etwas too much fand...

 

'Die Welt ist völlig irr' stellt Hyde fest und die Geister seiner Opfer tanzen um ihn herum, wobei einer der Verblichenen so freundlich ist und den Kopf des Generals mitbringt, um dem Ärmsten einen, im wahrsten Sinne des Wortes, kopflosen Auftritt zu ersparen.

 

Aber auch dieses Horror-Szenario hindert Hyde nicht daran, sich, mit einem Strick bewaffnet, nochmals auf den Weg zu machen und sein Werk sozusagen an Lucy zu vollenden. Weiß er doch, dass sie im Begriff ist, der Bitte Dr. Jekylls zu folgen, die Stadt zu verlassen.

 

Ohne Gnade legt er den mitgebrachten Strick um ihren Hals, um sie eine Weile mit größtem Vergnügen sozusagen an der langen Leine vor sich her zu treiben.

Schließlich wird ihm dieses Spiel aber zu langweilig und nachdem er Lucy in die Enge getrieben hat (hinter einen Sichtschutz) zieht er das Seil fest um ihren Hals zusammen.

 

Sehr effektvoll sieht man nur als Schattenspiel, wie die gepeinigte Frau stranguliert wird.

 

Eine große Kiste (Koffer?) stand während des gesamten Stückes am vorderen Bühnenrand.

Immer, wenn diese Kiste geöffnet wurde, wurde sie in rotes Licht getaucht, wobei es so wirkte, als käme das Licht direkt aus demn Inneren. Das geschah zum Beispiel, wenn Dr.Jekyll zu Mr. Hyde mutierte und seine Kleidung wechselte.

 

Bei der ‘Konfrontation’ war sie die ganze Zeit geöffnet und so tauchte Chris Goetten als Mr. Hyde in das grellrote Licht hinunter, um sich als Dr. Jekyll in gleißend hellem Licht wieder aufzurichten.

 

Das Faszinierende dieses Stückes: In Bruchteilen von Sekunden wechselt der Charakter von gut zu böse und wieder zurück. Dem Darsteller bleibt nur seine Mimik und (bei einer gewissen Länge) seine Haare, die mal ordentlich zurückgenommen sind und dann wieder wild ins Gesicht hängen, um die beiden Personen darzustellen.

Das ist immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel und tröstet ein bisschen darüber hinweg, dass die Textverständlichkeit (nicht nur dieses Mal) etwas auf der Strecke bleibt.

 

Nachdem Dr. Jekyll den aussichtslosen Kampf gegen sein anderes Ich geführt hat, ist es Zeit für ihn, sich auf seine Hochzeit zu begeben.

Und für einen kurzen Augenblick darf man direkt hoffen, dass das Gute siegen und es ein Happy End für Henry und seine bezaubernde Lisa geben kann.

 

Doch unglücklicherweise setzt gerade in dem Moment, als das Paar vor den Altar tritt wieder die verhängnisvolle Metamorphose ein.

 

Aus Henry wird einmal mehr Edward und als dieser bricht er Mr. Stride, seinem alten Rivalen um die Gunst Lisas, nach dem hässlichen Geräusch zu urteilen mal eben im Vorbeigehen das Genick. Selbst seine Braut ist nicht sicher vor ihm, denn sie wird zum lebenden Schutzschild für den bestialischen Mann.

 

Erst, als sie beteuert, dass er für sie immer noch ihr Henry Jekyll sei und sie genau weiß, dass er ihr niemals etwas antun wird, scheint sich das Monster für einen Augenblick zu besinnen.

In diesem hellen Moment bittet er seinen Freund Utterson, ihn und somit alle anderen durch einen Schuss zu erlösen.

 

Aber auch diesen plagen heftige Zweifel, weil auch er immer noch seinen alten Freund Henry erkennt. (Witzigerweise erklärte er sein Zögern mit genau folgendem Wortlaut: "Ich kann das nicht." Alfred lässt grüßen und irgendwie wartete ich förmlich darauf, das Hyde ihn anherrschte: "Schämst Du Dich denn gar nicht?")

 

Nun, so weit kam es dann aber doch nicht, denn schon gewann das irre Wesen in Dr. Jekyll wieder die Oberhand und wollte sich mit einem beängstigenden Lachen auf den bewaffneten Utterson stürzen. Dem wurde die bedrohliche Situation jetzt auch vollends bewusst und zwei Schüsse setzten dem (Doppel)Leben von Dr. Jekyll/Mr. Hyde ein Ende.

 

Sterbend liegt Dr. Jeykll in Lisas Armen und gemeinsam erinnern sie sich ‘Da war einst ein Traum...’

 

Zweieinhalb Stunden und, wenn ich richtig gezählt habe, zehn Morde später endete die Geschichte und wie immer, wenn auf der Bühne zahlreich gestorben wird, war ich froh, alle Beteiligten am Ende wohlbehalten wiederzusehen.

 

Bis auf Chris Goetten habe ich bis jetzt keinen anderen Darsteller namentlich erwähnt und das hat einen ganz einfachen Grund: Viele (er)kannte ich schlicht und ergreifend einfach nicht.

Leider habe ich auch (bis auf die besagte Hinweistafel mit dem Namen des Hauptdarstellers) keine Castliste zu Gesicht bekommen.

 

Als Resümee ist aber auf jeden Fall zu sagen, dass das gesamte Ensemble gut anzusehen war.

Besonders beeindruckend waren wieder einmal die Massenszenen ‘Fassade’ und ‘Mörder, Mörder’. Ich bin jedes Mal begeistert, wenn “alle Mann” auf der Bühne sind und so richtig loslegen.

 

Außerdem bewiesen alle ein großes Talent zur Kulissenschieberei.

Denn anders als bei den großen Produktionen, wo sich die Kulissenteile (im Idealfall) wie von Geisterhand an die richtige Position bewegen, ist bei einer Tournee-Aufführung alles echte Handarbeit.

Und da das gesamte Ensemble sowieso fast immer auf der Bühne war und das Geschehen beobachtete (am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig), standen immer wieder mal Mehr, mal Wenige auf, um das Bühnenbild durch verschieben einzelner Teile zu verändern.

 

Aber selbst als Dresser wurden sie gefordert.

So mußten sie zum Beispiel dem geköpften General wieder Leben einhauchen und ihn von seiner Uniformjacke befreien.

Kurz darauf stand er wieder als Jekylls ergebener Diener Poole auf der Bühne.

 

Spielte er diese Rolle zunächst mit der gebührenden Ergebenheit, konnte man doch später sehr gut erkennen, wie schwer es ihm fiel, den abstrusen Befehlen seines Herren zu gehorchen. Auch seine Sorge um ihn sah man ihm deutlich an.

Deshalb (unbekannterweise) ein großes Lob an diesen Darsteller, der dieser eigentlich so kleinen, aber doch so wichtigen Rolle seinen Stempel aufgedrückt hat.

 

Drei Darsteller(innen), die ich 100%ig kannte, möchte ich noch namentlich nennen:

 

Reinhard Brussmann in der Rolle des Sir Danvers war als Lisas Vater jederzeit um das Wohl seiner Tochter besorgt und als Jekylls Schwiegervater in spe dessen Ideen immerhin nicht grundsätzlich abgeneigt.

Eine Rolle, wie maßgeschneidert für Reinhard Brussmann. Nur schade, dass sie gesanglich nicht so viel hergibt. Und das, wo der Mann so eine geniale Stimme hat.

Das er noch so ein Darsteller der alten Schule ist, bewies er beim Schlussapplaus, als er ernst und regelrecht würdevoll den Beifall entgegennahm.

 

Sabrina Weckerlin (als Lucy) habe ich, wenn mich nicht alles täuscht, bis zu diesem Abend noch nie in einer Musical-Rolle gesehen. Bisher kannte ich sie nur von verschiedenen Konzerten und Gala-Auftritten, bei denen sie mich mit ihrer Stimme immer begeistert hat.

Hier war sie nun die Prostituierte Lucy (welch Kontrast zur heiligen Elisabeth und demnächst zur Päpstin) und man nahm ihr auch diesen Charakter voll und ganz ab. (Das einzig ungewohnte waren zunächst die blonden Haare, denn bisher waren alle gesehenen Lucys rothaarig.)

 

Egal, ob sie frech-frivol ‘Männer her!’ fordert, sich unglücklich nach ein bisschen ‘Zärtlichkeit’ sehnt, ob sie, genauso hoffnungsvoll wie aussichtslos, von Dr. Jekyll (‘Jemand wie Du’) schwärmt oder nachdenklich über ihre Zukunft sinniert (‘Mein Leben’) - sie war in der Rolle drin.

 

Sehr schön auch, wie sie nicht nur ihre Zuneigung zu dem korrekten Dr. Jekyll zeigte, sondern auch immer in gewisser Weise von dem brutalen Mr. Hyde fasziniert schien.

 

Ganz großartig auch ihre Ensemble-Szenen, in denen sie sich prima integriert und doch auffällt.

Tanzen kann das Mädel auch und ist obendrein noch akrobatisch veranlagt. Sie schlägt ein Rad, bleibt auf den Händen (von einem männlichen Ensemblemitglied gehalten) stehen und singt in dieser Position weiter. Hut ab!

 

Richtige Highlights waren ihre Duette ‘Nur sein Blick’ mit Lisa/Leah Delos Santos (die beiden Stimmen passten ganz hervorragend zusammen) und natürlich das ‘Gefährliche Spiel’ mit Hyde/Chris Goetten.

 

Und damit komme ich auch zu meiner letzten “Bekannten”: Leah Delos Santos als Lisa Carew.

Ich konnte sie mir ehrlich gesagt im Vorfeld nicht in dieser Rolle vorstellen. Und jetzt ist sie die Lisa, die mir bisher von allen am besten gefallen hat.

 

Fand ich die Rolle der Lisa immer etwas langweilig und eher blass, schaffte es Leah, dieser Figur richtig Kontur zu geben. Sie war sowohl die behütete Tochter, die es aber dennoch verstand, ihren Vater mit einem Augenzwinkern um den Finger zu wickeln, als auch die starke Frau, die unbeirrbar hinter ihrem zukünftigen Mann und seinen Ideen stand.

 

Von der Stimme dieser kleinen zierlichen Person bin ich sowieso seit Langem begeistert und wie schon erwähnt harmonierte sie ganz wunderbar mit ihrer Duett-Partnerin Sabrina.

Aber auch ihr Solo ‘Da war einst ein Traum’ war wirklich traumhaft schön.

 

Insgesamt war es spannend, wieder eine neue Version dieses Stückes zu erleben.

Und wenn auch nicht der von mir erhoffte Protagonist auf der Bühne stand und sich dort auch sonst viele Unbekannte tummelten, war es doch ein gelungener Abend und ich freue mich auf’s nächste Mal wenn es wieder heißt: Wer hat Angst vor Mr. Hyde?