Tanz der Vampire, 05.06.2010, 14.30+19.30 Uhr + 06.06.2010, 14.00 Uhr - Palladium Theater Stuttgart /

We Will Rock You, 04.06.2010, 19.30 Uhr - Apollo Theater Stuttgart

 

Von Vampiren und Bohemians oder: Stocki zum ersten, Stocki zum zweiten und Stocki zum dritten...

 

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es selbst den allergrößten Matthias Stockinger-Fans nicht so einfach gelingen würde, was mir (ganz ungewollt) gelungen ist: In drei aufeinander folgenden Shows ihren Liebling zu sehen.

Aus der ersten Reihe, wohlgemerkt!

 

Nach einer langen Zeit auf Entzug von den “Oberhausener” Vampiren verschlug es mich endlich einmal ins Ländle.

Unter normalen Umständen wäre es 2 x Kevin Tarte (YES YES YES !!!) und 1 x Jan Ammann gewesen, mit denen ich in die Finsternis getaucht wäre, aber wie wusste schon unser Freund Luigi Lucheni: “So wie man plant und denkt, so kommt es nie.”

 

Schon im Vorfeld zeichnete sich ab, dass es weder Graf Ammann (vorgezogener Urlaub) und schon gar nicht Graf Tarte (Krankheit) werden würde.

Aber deswegen jetzt versuchen, meine Karten wieder loszuwerden?

Auf Backstageführungen bei den Vampiren und We Will Rock You verzichten? Eine WWRY-Vorstellung sausen lassen? Die Hotelreservierung rückgängig machen?

Oh nein, so schön kann doch kein Mann/Graf sein...

 

Erstens stürzte mich die Aussicht auf Stocki (den ich bis dahin einmal in Oberhausen als Graf erlebt hatte) nicht in tiefste Verzweiflung und außerdem ist man als mittlerweile beinahe schon exzessiver Musicalgänger ja immer irgendwie darauf gefasst, dass nicht der auf der Bühne steht, den man dort gerne stehen sehen würde.

 

Aber der Reihe nach.

Schon als ich am Freitag vor dem Hotel aus dem Auto stieg, war mir klar: Ich bin im Paradies! Zwei Musical-Theater nur durch eine Straße getrennt. Herz, was willst Du mehr?

 

Kurz nach meiner Ankunft stand auch schon die Backstageführung bei den Vampiren auf dem Programm.

Warum gibt es so etwas eigentlich nicht an den Theatern im Ruhrgebiet? Ach ja, ich vergass: Hier stellt die Stage ja lieber an einem ihrer schönsten Theater den Spielbetrieb ein...

Wenn die Führung auch mit einer Evakuierung des Theaters begann, die Feuerwehr mit lautem Getöse anrückte (zum Glück war es ein Fehlalarm) und die Gruppenführerin einen leicht besserwisserischen Tonfall hatte, war sie doch ein tolles Erlebnis.

Wann hat man schon mal die Gelegenheit, Koukols Patschehändchen in die eigenen zu nehmen, an einem Röhrchen mit "Blut" zu schnuppern (irgendwie “erdbeerig”), den “eingefrorenen” Professor und die Schälchen mit dem köstlichen Frühstück aus nächster Nähe zu begutachten?

Und wen haben wir denn da? Guten Abend, Herr Tarte. Schön, Sie an diesem Wochenende doch mal zu sehen. Wenn auch nur auf Fotos an der Wand, die als Schminkvorlage für den Grafen dienen.

 

Die Tatsache, dass ein Kostüm ca. 5.000,00 € und ein Mikrofonsender ca. 3.000,00 € kosten, die gesamte aufwendige Technik und die Menschen, die für deren Bedienung notwendig sind, erklären vielleicht ein bisschen die manchmal ja wirklich horrenden Kartenpreise.

Wobei eine gewisse Raffgier der Stage bestimmt auch eine nicht unwesentliche Rolle spielt...

 

Interessant auch zu erfahren, dass Roman Polanski größten Wert darauf legt, dass Sarah unter ihrem roten Ballkleid auch rote Unterwäsche trägt. Es kann ja immer mal etwas verrutschen und dann soll es immer noch gut und stimmig aussehen.

Dieser Umstand treibt allerdings die Dresser beinahe in den Wahnsinn, denn sie müssen diese feinen Spitzen-Dinger immer mit der Hand waschen.

Ebenso spannend fand ich die vielen kleinen handgeschriebenen Zettel, die überall in der Garderobe an Spiegeln und Wänden klebten und etwa verrieten, dass Darstellerin X andere Kosmetiktücher benutzen möchte als ihre Kolleginnen.

 

Etwas daneben fand ich die Tatsache, dass bei den Führungen nicht nur eine Person voranging, was ja normal ist, sondern eine Mitarbeiterin auch das Ende der Gruppe absicherte. Das Argument “Damit sich keiner von Ihnen verirrt” schien mir etwas fadenscheinig, denn vielmehr ist den Verantwortlichen wohl daran gelegen, dass sich kein übereifriger Fan ein Souvenir einsackte, verbotenerweise Fotos schoss oder sich gar in die Garderoben der Darsteller “verirrte”.

Vielleicht treibt sie auch die Angst um entführte Darsteller zu diesem Schritt und wenn man den Hype bedenkt, der um manchen Darsteller entstanden ist, scheint die Sorge gar nicht mal so abwegig zu sein.

Wie dem auch sei. Mir drängte sich ein bisschen das Bild einer Schafherde auf. Der Schäfer voran und der Hütehund treibt von hinten die versprengten Schäfchen wieder an die Herde heran.

 

Die Führung endete im Theatersaal und als Dank, dass man an ihr teilgenommen hatte, wurden doch tatsächlich Gutscheine ausgeteilt, die einen 10 %igen Nachlass auf alle Merchandise-Artikel gewährten.

 

Jetzt war es beinahe schon an der Zeit, die Straßenseite zu wechseln, denn dort wartete im Apollo Theater nach fast zwei Jahren mal wieder eine We Will Rock You-Show auf mich.

 

Schon als die ersten Töne von ‘Innuendo’ aus den Boxen dröhnten, wusste ich wieder, warum mir diese Show immer so viel Spaß gemacht hatte. Man wird von der Wucht der Musik förmlich in seinen Sessel gedrückt und die Bässe gehen durch Mark und Bein.

 

Während ich Vera Bolten (quirlig und schnoddrig wie immer) als Scaramouche und Brigitte Oelke als Killerqueen bereits in Köln erlebt hatte, war Mark Seibert als Galileo eine Premiere für mich. Und dazu noch eine gelungene. Tolle Stimme, klasse Ausstrahlung, gutes Schauspiel.

Ein anfangs durch und durch verwirrter Galileo, der aber immer mehr in die Rolle des langersehnten “Dreamers” hineinwächst.

 

Köstlich sein erstes Zusammentreffen mit Brit (in Köln: J.B.). Als dieser ihn fragt, wer er sei, kommt neben anderen Songtiteln die Antwort: “Ich bin ein Stern, der Deinen Namen trägt.” Brüller!

Bei seinen verbalen Scharmützeln mit Scaramouche zieht er leider meistens den kürzeren und seine ganze Mimik und Körperhaltung macht deutlich, dass ihm dies auch ziemlich bewusst ist.

Leider streikte zum Ende der Show sein Mikro, so dass er sich mit einem Handmikrofon behelfen mußte, was aber auch kein größeres Problem für ihn darstellte.

 

DMJ als Brit war wieder einfach nur der Knaller. Dieser Mann ist so dermaßen ein Sonnenschein, dass man eigentlich nicht anders kann und mit strahlen muss, wenn er nur auftaucht.

Und dabei ist es ganz egal, wo das ist: Auf einer großen Bühne wie bei ‘WWRY’ oder ‘Best of Musical’, als Backgroundsänger für seinen Kumpel Bernie Blanks in einer kleinen, ehemaligen Fabrikhalle, als Zuschauer bei einem seiner Konzerte, wo er seinem kleinen Freund einfach mal zuruft: “Bernie, quatsch nicht so viel, sing lieber!” oder oder oder.

Er versprüht immer so eine positive Energie, einfach nur toll. Ich freue mich immer, ihn erleben zu dürfen.

 

Die übrige Cast aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, deshalb nur so viel: Alle waren superklasse und es hat Riesenspaß gemacht, diese Show mal wieder zu sehen.

 

Am Samstagvormittag ging es weiter mit der Backstageführung bei ‘WWRY’.

Das Prozedere wiederholte sich, es wurde eine Herde, äh Gruppe gebildet (mit Hütehund versteht sich) und los ging es. Unsere Gruppenführerin erklärte alles sehr ausführlich, bildlich, unterhaltsam und lockerer, als es am Tag zuvor der Fall war.

Auf der Bühne wurden wir aufgefordert, doch selbst einmal etwas zu performen. Da die Zurückhaltung aber doch ziemlich groß war, durften wir wenigstens alle einmal die legendäre Gitarre, die ‘Galileo’ in den “Trümmern des Wembley Stadions” findet, in die Hand nehmen. Welch erhabener Moment!

Überhaupt war heute anfassen angesagt, denn später bekamen wir noch das Kostüm der Killerqueen in die Hand gedrückt und alle staunten, wie schwer diese Nietenbesetzte Hose und der Fellmantel doch sind. Die gute Frau muss wirklich Schwerstarbeit leisten.

 

So ging es weiter, quer durch’s Theater, treppauf, treppab und meine Hochachtung für die Darsteller ist noch weiter gewachsen. Wie die sich in beinahe totaler Dunkelheit hinter der Bühne orientieren, in engen Garderoben umziehen und in kleinen Boxen als Chor fungieren müssen, ist beinahe unglaublich.

 

Aber auch die interessanteste Führung geht einmal zu Ende und, nach einer kleinen Verschnaufpause, war es auch schon wieder Zeit, die Straßenseite zu wechseln, denn jetzt hieß es: Auf in den “Stocki-Marathon”.

 

Dreimal näherte sich der junge Graf und ich gebe zu, beim dritten Mal habe ich ihm nicht mehr entgegengesehen. Ich wusste ja wer kam...

 

Gegen seine Stimme ist rein gar nichts zu sagen. Jeder Ton sass und auch wenn manche Textpassagen etwas merkwürdig betont wurden, kann man das getrost unter der Rubrik “künstlerische Freiheit” verbuchen.

Seine “reife Stimme” steht im krassen Gegensatz zu seinem Aussehen. Da hilft keine noch so gut auf alt gemachte Maske: Er bleibt einfach jung aussehend. (Obwohl das natürlich auch ein Problem ist, das täglich kleiner wird.)

 

Schauspielerisch haben mir einige Szenen richtig gut gefallen, so z. B. die Szene vor dem Schloss: Dieses kurze Augenschließen, gefolgt von einem energischen Kopfschütteln, als der Graf wieder aus seinen Gedankengängen erwacht, um sich seinen Besuchern zu widmen.

Allerdings könnte er der Visitenkarte des Professors wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit schenken und sie nicht, ohne sie eines Blickes zu würdigen, in die Tasche stecken. Außerdem muss man schon sehr genau hinsehen, um zu merken, dass er von dem Buch des Professors alles andere als gefangen war.

Das langgezogene “Befrei’n” war dann wieder vom allerfeinsten.

 

Was sich in meinen Ohren überhaupt nicht gut anhörte, war die ‘Totale Finsternis’ und zwar in allen drei Shows.

Vor allem, als der Graf noch oben auf der Treppe stand (wie ich diese Szene eigentlich liebe), hörte sich seine Stimme irgendwie merkwürdig an.

Da war es beinahe schon eine willkommene Abwechslung, dass er am Sonntag seine Zähne fallen ließ und sich (allerdings sehr elegant) danach bücken mußte.

 

Die ‘Unstillbare Gier’ war in allen drei Shows eigentlich sehr gut.

Warum Matthias allerdings das Wort “Haut” (“...schrieb ich ein Gedicht auf ihre weiße Haut...”) mit eigenartig dämonischer Stimme sang, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Zum Glück entschloss er sich, diese Variante nicht in allen drei Shows zum Besten zu geben und so kam man am Samstagabend in den Genuss einer wirklich tadellosen Gier.

 

Schön anzusehen war auch, wie elegant er Sarah seine Hand im Tanzsaal anbietet.

Das war keine herrische “Bei Fuß”-Geste, die keinen Widerspruch duldet, sondern es schien, als wolle er Sarah die freie Wahl lassen, seine Hand zu nehmen oder es zu lassen.

 

Der Rest der Cast ist schnell aufgezählt, denn auch hier gab es keine großen Änderungen:

 

Christian Stadlhofer spielte einen herrlich tüddeligen Professor und variierte seine Aussprüche und Ausbrüche immer ein bisschen, so dass es nie langweilig wurde, ihm zuzusehen.

Genial wie er der Vampirdame, die ihn sich im Tanzsaal schnappt, beruhigend die Hand tätschelt, als sie ihm mit lautem Fauchen ihre Zuneigung offenbart.

 

Krisha Dalke war ein gewohnt ängstlicher und nervöser Alfred, quetschte in urkomischer Stimmlage in der Gruft ein völlig verstörtes "Ich kann das aber trotzdem nicht" hervor und hat es sich irgendwie angewöhnt, bei jeder passenden (und manchmal auch unpassenden) Gelegenheit erschrocken seine Hand vor den Mund zu halten.

Sehr niedlich war es, dass er, als der Professor ihn aufforderte an Chagals Tochter zu denken, tatsächlich sofort einen verträumten Gesichtsausdruck bekam.

 

Sabrina Auer, die Sarah des Wochenendes.

Niedlich finde ich bei ihr immer, dass sie bei ‘Draußen ist Freiheit’ hinter Alfred steht und auch ganz erwartungsvoll zu ihrem Fenster hochsieht, als würde sie erwarten, sich selbst gleich da oben zu sehen.

 

Herbert wurde wieder einmal von Florian Fetterle geradezu zelebriert. Mit seinem wiegenden Schritt und dem empörten "Tssss" hatte er ganz klar die Lacher auf seiner Seite. Nur die Frisur bei seinem ersten Auftritt war wenig vorteilhaft. Aber die hat er vermutlich, ohne gefragt zu werden, verpasst bekommen.

 

Linda Konrad als Magda wartete mit ihrer gewohnten Röhre auf. Immer wieder schön, ihr zuzuhören.

 

Maciej Salamon als Chagal lieferte auch drei gute Shows ab.

Als er Magdas schlappen Arm nehmen wollte und das nicht richtig gelang, begutachtete er nochmal sehr interessiert ihren Hals. Und erst da schien ihm zu dämmern, was er da angerichtet hatte. Witzig gemacht.

 

Rebecca war in beiden Shows am Samstag Janaina Bianchi und ihr konnte ich schon in Oberhausen nicht allzu viel abgewinnen. Außer dass sie beinahe schon furchterregend geschminkt war, ist sonst nicht viel an Eindrücken bei mir hängen geblieben.

Ganz anders Eva Maria Bender am Sonntagnachmittag. Resoluter als ich sie in Erinnerung hatte, spielte sie die Wirtsgattin, setzte ihrem treulosen Ehemann ganz schön zu, hatte eine geniale Mimik bei 'Alles ist hell' und sang ein tolles 'Gebet'. Auch die Gans wurde von ihr mächtig in die Mangel genommen.

 

Michel Driesse mußte fortwährend buckeln. Das schien ihm aber nicht im geringsten etwas auszumachen, denn unter allen bisher gesehenen Koukols ist er fraglos der fröhlichste. Die ganze Zeit brabbelte er munter vor sich hin und das Aufstellen der Kerzen im Tanzsaal entzückte ihn anscheinend so sehr, dass er aus dem Kichern gar nicht mehr herauskam.

Beim Schlussapplaus folgte seinem obligatorischen Luftsprung ein herzerfrischendes Lachen und fast schien es so, als wollte er am liebsten jeden Zuschauer einzeln anstrahlen.

 

Lucas Theisen war ein toller "Rote Stiefel-Graf", Kym Boyson wie immer eine atemberaubende "Rote Stiefel bzw. Traum-Sarah", David Baranya ein (leider und im wahrsten Sinne des Wortes) farbloser White und Vanni Viscusi ein ausdrucksstarker Black mit beinahe schon irrem Blick und augenscheinlich keinen Knochen im Körper.

 

Riccardo Greco als Nightmare Solo 2 brillierte mal wieder mit seiner herrlich rauchigen Stimme.

Auch als Ewigkeitsvampir sticht der junge Mann immer besonders hervor, denn keiner guckt so schön verpeilt wie er.

Unterstützt wurde er von Florian, der neben seiner Rolle als Herbert auch noch das Bett erklimmen und das Nightmare Solo 1 anstimmen mußte.

 

Das war die unschönste Begleiterscheinung dieser Shows: Keiner war so wirklich da, wo er (meiner Meinung nach) hingehörte.

Michel nicht auf dem Bett, denn er mußte ja koukolen. Stocki nicht als hübscher Napoleon, als schön anzuhörender Carpe Noctem-Sänger, als Dachgraf und "Dorftrottel-Umschubser", denn er mußte ja gräfeln.

 

Da dann auch noch so liebgewonnene Konstanten wie Martine, Jakub, Csaba, Jerzy und, ganz besonders, Ross nicht auf der Bühne waren, wurden es drei zwar durchaus schöne, aber irgendwie auch etwas blutleere (wie passend) Shows mit wenig Gänsehautpotential.

 

Erschwerend kam hinzu, dass ein akuter Mangel an männlichen Vampiren herrschte. Das weibliche Ensemble mußte vermehrt in Männerkostüme schlüpfen (bei ‘Knoblauch’).

Ansonsten war die Bühne teilweise erschreckend leer. Beim ‘Gebet’ standen rechts im Haus zwei Personen mit Kerzen, links drei. (Ein Lichtermeer ist was anderes!)

 

Umso schöner war es, als der vertraute Zuckefinger von Lucas aus einem der Särge auftauchte. Auch Paul Knights mit seinem lieben, wenn auch etwas undurchschaubaren Lächeln und Sven Prüwer, der, egal in welcher Rolle, wieder alles gegeben hat, zu sehen, hat richtig Spaß gemacht.

Ein Wiedersehen der besonderen Art gab es mit Toby Poole, dem die Verwandlung von der arroganten E-Lok Electra zum Vampir mühelos gelungen ist.

 

Alles in allem kann ich vor der gesamten Cast nur den Hut ziehen, denn drei Shows innerhalb kürzester Zeit so bravourös auf die Bühne zu bringen, ist eine gar nicht hoch genug anzuerkennende Leistung.

Hier muss dann auch nochmal Matthias besonders erwähnt werden, denn sämtliche Shows des Wochenendes als Graf durchzuhalten, ist schon ein ganz schönes Pfund. So ein Pensum hat er wahrscheinlich auch noch nicht allzu oft absolvieren müssen. Er wirkte auch, besonders beim Schlussapplaus am Samstagnachmittag, ziemlich mitgenommen und angespannt, was sich abends etwas legte. Am Sonntagnachmittag wirkte er schon wesentlich gelöster und nahm, wenn auch nicht strahlend, doch zumindest lächelnd den verdienten Applaus entgegen.

Also Stocki: Gut gemacht! Und das mir ein Grafendarsteller, der gut fünfundzwanzig Jahre älter ist als Du, besser gefällt - dafür kannst Du nichts!

 

Jedenfalls waren es drei tolle Tage in Stuttgart und ich fürchte, ich muss nochmal wiederkommen...

 

P.S. Meinen Lieblingsgrafen gab es dann halt nur auf CD im Autoradio zu hören und seiner charmanten Aufforderung “Save the Last Dance” konnte ich nur erwidern:

“Hätte ich glatt gemacht, Schätzelein, aber Du warst ja nicht da...! Weiße Bescheid, ne?!”